Was macht ein normaler Mensch mitten in der Woche um 3:00 Uhr? Sicherlich nicht Sachen packen. Heute war ich einer dieser Menschen, die nicht normal sind. Um 3:00 Uhr hieß es für mich aufstehen, Sachen packen, Frühstück essen und rein in den Bus. Auf zum Flughafen auf dem ich vor 3 Tagen schon ein Mal war. New York. Mittlerweile habe ich auch schon jemanden gefunden, der voraussichtlich niemals mein Freund werden wird, der ….. self-check-in. Ein kleiner Kasten, er erscheint so harmlos, er steht inzwischen seinesgleichen, aber ist der Teufel in Gerät. Erst will er von dir eine Nummer wissen, die ICH aus einem Zettel ablesen soll, wo nur Nummern drauf stehen, danach will er, dass ich meinen Reisepass von links nach rechts durchziehe, Beschreibung klingt einfach, versteh ich sogar, war ja auch ein Bild dazu, doch dann stellt sich raus, mein neuer bester Freund will tatsächlich, dass ich meinen Pass von rechts nach links durchziehe. Klar. Irgendwann gibt man die Anzahl seiner Koffer an, diesmal hat er mir wirklich einen Gefallen getan, denn statt 70$ habe ich nur 35$ gezahlt. Er hat wahrscheinlich mitbekommen, dass ich kurz vorm Verzweifeln war. Ticketausdruck. Nein nichts da, erst bekomm ich die Karte für meinen zweiten Koffer. Denke, das ist mein Ticket, bin schon draußen, auf ein Mal bekomm ich mit, oh nein, wo ist mein Boarding-Pass. Zurück zum besten Freund, huh, ist noch da, was für ein Glück. Danach ging es relativ entspannt zu. Ich hab innerhalb 5 Minuten meinen halben Liter Wasser mit Chlorgeschmack trinken müssen, um durch die Gepäckkontrolle zu kommen. Da ich darin mittlerweile Übung habe, verlief dies reibungslos. Eine Stunde blieb noch Zeit, es bedeutet: Frühstück essen gehen, ja eigentlich hätte ich schon Frühstück essen sollen, aber wer kann um 3:30 Uhr in der Nacht, wo normale Menschen schlafen, etwas essen?
Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang wurden wir beim Essen unseres Frühstückes begrüßt. Eine dreiviertel Stunde danach stiegen wir ins Flugzeug. Der Blick ist atemberaubend, überall sieht man Seen, Felder, Häuser, Wolken, es ist einfach unbeschreiblichJ.
Um 10 Uhr landete ich tatsächlich in meiner neuen Heimat. Washington. Als meine Gastmama und ein Freund kamen, konnte ich meine Freude gar nicht mehr verstecken. Wir gingen Essen, holten meinen neuen Schlüssel ab, kauften mir eine amerikanische Simkarte, ich wählte meine Kurse an meiner High School, fuhren nach Hause und anschließend hieß es: Dinner bei einer guten Freundin. Der erste Tag hier in Tacoma war einfach nur perfekt. Ich fühl mich richtig zu Hause. Unser Apartment ist wirklich süß. Ich liebe mein Zimmer und die Farben. Die nächsten Tage werden voller neuer Erlebnisse. Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit.
Püppi
| Sonnenaufgang am New Yorker Flughafen |
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